Wimpernserum – gut oder schlecht?

Lange, dichte, schön geschwungene Wimpern – ja, die wollen wir alle! Doch müssen wir dafür wirklich jeden Morgen hoch konzentriert vor dem Spiegel stehen und uns – noch halb im Tiefschlaf – die Wimpern tuschen oder sogar ankleben? Wie schön wäre es, einfach mit perfekt getuschten Wimpern aufzuwachen? Ein Traum, der jetzt angeblich sogar wahr werden kann: durch Wimpernseren. Das Zaubermittel verspricht längere und vollere Wimpern innerhalb weniger Wochen. Aber ist das Ergebnis wirklich überzeugend? Und wie sieht es mit Nebenwirkungen aus? Wir haben uns da mal schlau gemacht und verraten Dir, ob Du auf den Hype aufspringen oder lieber die Finger davon lassen solltest.

Wie wirken Wimpernseren?

Ein frischer und intensiver Blick, direkt nach dem Aufstehen – klingt super! Doch wie soll das funktionieren? Wimpernseren enthalten den Wirkstoff Prostaglandin. Dieser wirkt hormonähnlich und verlängert die Wachstumsphase der Wimpern. So lässt das Mittel die Wimpern länger und voller werden. Ein kleiner Fun Fact am Rande: Den Wimpern-Booster Prostaglandin haben Forscher rein zufällig entdeckt. Patienten, die Augentropfen zur Behandlung des Grünen Stars erhielten, berichteten plötzlich über sprießende Wimpern. Eine willkommene Nebenwirkung.

Wimpernserum verwenden – was muss ich beachten?

Ein Wimpernserum ist ganz einfach anzuwenden. Je nach Produkt wird es morgens und/oder abends auf den äußeren Lidrand am Wimpernkranz aufgetragen – im Prinzip so wie ein flüssiger Eyeliner. Bis der gewünschte Effekt eintritt, kann es allerdings zwei bis acht Wochen dauern. Für eine bleibende Wirkung musst Du das Wundermittel regelmäßig anwenden. Haben die Wimpern die gewünschte Länge und Fülle erreicht, reicht es aber auch, wenn Du das Serum nur noch alle zwei bis drei Tage verwendest. Ansonsten kann es auch recht schnell sehr teuer werden, denn gute Wimpernseren haben ihren Preis.

Achtung Nebenwirkungen!

Bis jetzt klingt ja alles schön und gut. Leider sieht es mit einem Blick auf die Risiken und Nebenwirkungen gar nicht mehr so gut aus. Viele Anwenderinnen klagen in Foren über Kopfschmerzen, Juckreiz, rote, brennende und tränende Augen. Außerdem kann sich der Lidrand verfärben, die Wimpern selbst auch und in einigen Fällen sogar die Iris. Eingefallene Augen und dunkle Schatten sind zudem keine Seltenheit und lassen Dich plötzlich gar nicht mehr wach und sexy aussehen. Und dicke Härchen unter den Augen oder auf dem Lid will auch keiner – aber auch das zählt zu den Nebenwirkungen. Bei direktem Augenkontakt (der beim Auftragen leicht mal vorkommen kann) können darüber hinaus kurzfristige Sehstörungen auftreten. Ob dies auch langfristige Folgen hat, können Forscher aufgrund von fehlenden Studien noch nicht sagen. Was aber feststeht ist, dass man ein Wimpernserum auf keinen Fall leichtfertig verwenden sollte! Vor allem schwangeren Frauen ist dringend davon abzuraten, um mögliche Risiken für das Baby zu vermeiden.

Wimpernserum vs. Wimpernextensions

Eine sichere Alternative zum Wimpernserum bieten Wimpernextensions. Hierbei werden einzelnen Synthetik-/ oder Seidenfasern mit einem speziellen Kleber appliziert. Nebenwirkungen gibt es laut Studien kaum, wie wir bereits in unserem Artikel zum Thema antiallergische Wimpernkleber festgestellt haben. Natürlich gibt es aber auch hier solche und solche Studios. Achtet bei der Wahl Eures Kosmetiksalons also unbedingt darauf, dass ein hochwertiger Kleber verwendet wird. Wer zur Billigvariante greift, nimmt nämlich ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen in Kauf – das wirklich nicht nötig ist! Fragt in Eurem Wimpernstudio also gerne mal nach, was genau für ein Kleber verwendet wird. Diese Frage sollten Euch alle guten Lashstylisten beantworten können. Wir zum Beispiel verwenden einen in Europa produzierten, selbstverständlich den medizinischen Standards entsprechenden und ISO-zertifiziert Wimpernkleber. Außerdem solltet Ihr Euch für die 1:1 Technik entscheiden – und eher nicht für die Volumentechnik. Hier erklären wir Dir den Unterschied.

Wimpernserum vs. Lash Extensions

Aber was ist denn nun besser? Wimpernserum oder Wimpernextensions? Letztendlich muss das jeder für sich selber entscheiden. Wir würden immer zu Wimpernextensions raten, weil uns das Gebiet “Wimpernserum” einfach noch zu wenig erforscht ist. Und mögliche Nebenwirkungen wie kurzfristige Sehstörungen sind uns einfach zu heftig. Generell lässt sich sagen, informiert Euch immer im Voraus über Produkte, die Ihr verwenden wollt – egal ob Wimpernserum oder Wimpernextensions. Denn in beiden Fällen gibt es gute und weniger gute Produkte. Also bitte nicht blind drauf loskaufen!

Du bist auf der Suche nach dem richtigen Wimpernstudio für Dich? Hier verraten wir, auf welche Punkte es neben hochwertigen Produkten noch ankommt.

 

 

 

Bildquelle: Emily Morter@emilymorter