Wie und wann wachsen Wimpern nach?

Jeden Tag verlieren wir einige Wimpern. Doch da wir bei den feinen Härchen in erster Linie an den Schönheitsaspekt denken, sind wir beim Ausfall bzw. Verlust der Wimpern nicht gerade erfreut. Dass dieser Prozess jedoch dazu gehört und der Gesundheit dient, vergessen wir dabei schnell. Wir erklären Dir, was Du über das Wachstum der Wimpern wissen musst und beantworten die Frage “Wann wachsen Wimpern wieder nach?”

Wachstum der Wimpern

Wimpern (auch: Cilia) sind Haare – genauso wie auf dem Kopf, an den Beinen, Armen und am restlichen Körper. Sie bestehen aus unzähligen abgestorbenen Hautzellen (Keratinozyten), die zusammen eine Hornsubstanz bilden. Sie sind leicht, dünn und flexibel und sehen bei jedem Menschen unterschiedlich aus. Die Hornsubstanz ist von der genetischen Veranlagung des Menschen sowie von den körpereigenen Hormonen abhängig. Diese können sich im Laufe des Lebens verändern. Zum Beispiel durch das Absetzen der Pille, eine Schwangerschaft oder auch durch die Wechseljahre.

Die leicht gebogenen, zarten Härchen dienen dem Schutz vor Schmutz, Schweiß und anderen Fremdkörpern. Sie wachsen am oberen und unteren Rand der Augenlider aus der Oberhaut, auch bezeichnet als Follikel. In ihr ist die Haarwurzel verankert, diese ist von Außen nicht sichtbar. Um die feinen Härchen herum befinden sich zusätzlich Talg- und Schweißdrüsen. Die sogenannten Meibom- und Zeisdrüsen sind unter anderem für die Produktion einer öligen Flüssigkeit zuständig. Diese soll verhindern, dass unsere Tränenflüssigkeit zu schnell verdunstet. Vermischt sich die ölige Substanz mit unserer Tränenflüssigkeit und sondert sich ab, entsteht der sogenannte Schlafsand, den wir morgens nach dem Aufstehen manchmal in unserem Augeninnenwinkel entdecken können.

Der Follikel ist zwiebelähnlich verdickt, in ihm wird am unteren Ende das Haar in der Haarzwiebel gebildet. Hier befindet sich auch die sogenannte Papille, die teilungsaktive Zellen (auch: Matrixzellen) enthält und für das Haarwachstum essenziell sind. Diese Zellen werden über unsere Blutgefäße mit Nährstoffen versorgt, damit das Haarwachstum störungsfrei ablaufen kann. Die Matrixzellen teilen sich laufend und es entstehen dadurch zahlreiche neue Zellen. Durch diesen Teilungsprozess wird das Haar Stück für Stück an die Oberfläche der Haut geschoben.

Wann wachsen Wimpern nach?

Um diese Frage beantworten zu können, sollten wir uns zunächst den Wachstumszyklus des Haares anschauen. Ein solcher Lebenszyklus besteht aus der Wachstumsphase (Anagenphase), der Rückbildungsphase (Katagenphase) und der Ruhephase (Telogenphase), welche mit dem natürlichen Haarausfall anschließt. Insgesamt der Zyklus (inklusive aller Phasen) ca. 13-14 Wochen:

  • Die Anagenphase (die aktive Wachstumsphase): Die Anagenphase ist die längste und wichtigste Wachstumsphase. In dieser Zeit wächst das Wimpernhaar aktiv zu seiner vollen Länge heran. Das dauert meist zwischen vier und sechs Wochen.
  • Die Katagenphase (Umwandlungsphase): Es folgt die Katagenphase, auch Umwandlungsphase genannt, in der keine Haarzellen mehr produziert werden. Das jeweilige Haar stellt sein Wachstum ein und stirbt ab. Diese Phase dauert etwa 1-2 Wochen.
  • Die Telogenphase (Ruhephase): Hier regeneriert sich die Haarwurzel etwa 5-6 Wochen lang. Es stellt sich der Neubeginn der Aktivität im Haarfollikel ein, sodass das neue Wimpernhärchen das alte Haar nach außen schiebt. Es fällt aus.

Wir alle verlieren täglich Haare – mal mehr, mal weniger. Im Durchschnitt verliert ein Mensch zwischen 2 und 4 Wimpern täglich, das kann aber bei jedem variieren. Auch die Wimpernlänge ist bei jeder Frau unterschiedlich. Im Durchschnitt liegt diese bei etwa 6-12 Millimetern. Die Wimpernlänge ist wiederum von unserem gesundheitlichen Zustand und der genetisch veranlagten Wachstumsphase abhängig.

Lest Euch gerne auch diesen Artikel zum Thema durch!

Ausfall der Wimpern – ein ganz natürlicher Prozess

Dass unsere Wimpern ausfallen, ist also ein notwendiger Prozess und von der Natur so vorgesehen. Leider können schlecht gemachte Wimpernverlängerungen dazu führen, dass das Wimpernwachstum gestört wird. Dann wachsen nach dem Ausfall der Wimpern weniger bzw. keine Härchen mehr nach.

Wenn die eigenen Wimpern bei einer fehlerhaften Applikation einer Wimpernverlängerung beschädigt werden, kommt es zu einer Unterbrechung des Wachstumszyklus. Was das genau bedeutet? Wird die aktive Wachstumsphase unterbrochen, so dauert es noch fünf bis zehn Wochen, bis sich ein neues Härchen bildet. Das neue Haar wird erst in der Ruhephase produziert. Aus diesem Grund applizieren wir bei ZAUBERBLICK keine Überlängen. Ohne Ausnahme.

Deshalb solltest Du eine Wimpernverlängerung nur von einem Profi durchführen lassen, der über viel Erfahrung und Qualitätsbewusstsein verfügt. Auch minderwertige Hilfsmittel und Materialien können das Wachstum der Naturwimpern stören, beispielsweise ein Wimpernkleber mit schlechten Inhaltsstoffen.

? Warum ist es so schwer, ein gutes Wimpernstudio zu finden? Hier erfährst Du es.