Wie funktioniert Hautpflege Routine richtig?

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Richtige Hautpflege Routine – für manche immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Obwohl es mittlerweile so viele Produkte, pflegende Inhaltsstoffe, hoch entwickelte Technologien in der Kosmetikindustrie und haufenweise Anleitungen dazu gibt. Doch der Konsument weiss häufig bis heute nicht, was denn nun die beste Creme, der beste Inhaltsstoff und somit die absolut richtige Hautpflege für sie oder ihn ist. Wir helfen Euch auf die Sprünge:)

Die Haut – Das größte Organ

Die eigene Haut zu verstehen, bedeutet, sich zunächst einmal mit ihr und ihrem biologischen Aufbau zu beschäftigen. Unsere Haut ist das größte Organ und sollte sorgfältig gepflegt werden. Sie besteht aus drei Schichten und zwar der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis, Corium) und dem Unterhautfettgewebe (Subcutis). Alle drei erfüllen eine wichtige Aufgabe.

Die Unterhaut besteht neben Nerven und Blutgefäßen zum größten Teil aus Fettzellen und sorgt vor allem nach innen für einen Schutz. Ohne sie würden wir schlichtweg erfrieren. Über ihr sorgt die Lederhaut, die sich aus feinen Fasern zusammensetzt und quasi das Bindegewebe ausmacht, für Stabilität. Im unteren Teil der Lederhaut befinden sich zudem Nervenzellen, Schweißdrüsen und Haarwurzeln. Zusammen regulieren sie die Körpertemperatur und geben dem Gehirn entsprechende Signale weiter. Die Oberhaut schützt die Haut vor äußeren Einflüssen und ist somit für unsere Hautpflege Routine entscheidend. Sie ist 0,1mm dick und besteht aus fünf weiteren hauchdünnen Schichten, mitunter der Hornschicht, die bei vielen entweder zu trocken oder zu fettig ist.

Die eigenen Haut Bedürfnisse verstehen

Wer die Biologie der Haut verstanden hat, der versteht auch ihre Bedürfnisse. Die Hornschicht bildet nämlich aus sogenannten Lipiden die Schutzbarriere. Lipide binden Feuchtigkeit in der Hornschicht. Wer also eine trockene Haut hat, dem mangelt es an Feuchtigkeit oder es wird schlichtweg die falsche Hautpflege eingesetzt. Glänzt die Haut wiederum zu stark, produziert die Haut übermäßig viel Talg. Dieser Vorgang findet in der Körnerschicht statt. Hier wird eine ölartige Flüssigkeit hergestellt, die wiederum die Epidermis geschmeidig hält und vor äußeren Umwelteinflüssen schützt.

Die Ursachen für eine schlechte Haut sind jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Und nicht in seltenen Fällen liegt es auch einfach an einer schlechten Ernährung.

Unser Tipp, versucht es zunächst mit einer Ernährungsumstellung. Verzichtet auf Kohlenhydrate und weissen Zucker, trinkt viel Wasser und ernährt Euch ausgewogen. Zucker ist wirklich Gift für die Haut! Erst wenn Ihr Eure Hautprobleme zuordnen könnt, könnt ich auf die Suche nach passenden Produkten gehen.

Die richtige Hautpflege finden

Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr. So sieht es auch im Drogeriemarkt aus. Woher soll man auch wissen, wie sich eine Creme anfühlt. Stehen Tiegelchen und Cremedosen verpackt, umverpackt und eingeschweisst in den Regalen. Inhaltsstoffe studieren kann und will auch nicht jeder. Verständlich, dass der Badezimmerschrank nicht nur voll mit häufig unbrauchbarem Zeug ist, sondern zusätzlich Müll produziert.

Versucht es doch mal in einem spezialisierten Hautpflege Store inkl. guter Beratung, oder auch bei der Kosmetikerin Eures Vertrauens. Eine gute Fachkosmetikerin wird Euch zu der richtigen Hautpflege raten. Meist sind sie auch mit guten Produkten ausgestattet. Spart nicht an Eurer Haut, handelt nachhaltig und langfristig.

Die Haut richtig pflegen

Die richtige Hautpflege Routine beginnt immer mit einer Reinigung und Toner. Je nach Hauttyp, entweder mit einem Waschgel oder einer Reinigungsmilch. Die Haut wird entsprechend mit einem Toner nachgereinigt um einen normalen pH – Wert zu erreichen, dieser liegt idealerweise bei 5,4 bis 5,9. Während der Reinigung werden schädliche Mikroorganismen abgetötet, es findet eine Neubildung der Lipide statt und alte Hautschüppchen werden beseitigt.

Es folgt nun die Pflege “danach”. Besonders beliebt und effektiv sind Seren. Viele verwechseln Seren mit Tagescremes. Nein, liebe Girls, Gesichtsseren sind in der Regel hoch effiziente Gele, die es möglich machen, tiefer in die Hornschicht vorzudringen und genau da ihre Wirkstoffe entfalten. Sie ersetzen nicht die Tagescreme. Denn diese übernimmt zwar die Aufgabe, die Hornschicht vor äußeren Einflüssen zu schützen und die Haut insgesamt zu pflegen, jedoch dringt sie nicht so tief ein. Sie versorgt die Haut tatsächlich eher an der Oberfläche mit Feuchtigkeit. Hochwertige auf Wasser basierte Cremes haben die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu speichern und zu binden. So wird die Haut im Alltag vor dem austrocknen geschützt.

Wir sind der Meinung, dass Hautpflege auch mit Selbstliebe und Selbstverantwortung eng verbunden ist. Beschäftige Dich mit Dir und Deinen Bedürfnissen, gib Deiner Haut die Liebe, die sie und Du verdienen. Zelebriere Deine Hautpflege, Du wirst sehen, es ist wie Balsam für Körper und Geist.

 

 

 

 

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