Plastik statt Pflege: Umweltschädliche Kosmetikprodukte

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“Life in plastic, it’s fantastic…” nicht wirklich. Umweltschädliche Kosmetikprodukte sind leider keine Seltenheit. Jedes Jahr landen allein aus der Kosmetikindustrie mehrere tausend Tonnen Kunststoff in den Meeren unserer Erde, weil sie nicht richtig recycelt werden. Dabei geht es nicht nur um Verpackungen aus Plastik, sondern auch um die Inhaltsstoffe unserer Kosmetikprodukte – von Mikroplastik hast Du sicherlich schon mal gehört. Wir von ZAUBERBLICK stellen das Thema Nachhaltigkeit ganz vorne an und erklären Euch in diesem Artikel, warum umweltschädliche Kosmetikprodukte ein großes Problem für unseren Planeten sind und worauf Du beim Kauf achten solltest.  

Umweltschädliche Kosmetikprodukte: Überdosis Verpackungsabfall

Auch wenn “Zero Waste” immer angesagter ist, legt bei weitem nicht jeder Hersteller von Kosmetika Wert auf die Nachhaltigkeit der eigenen Produkte. Stattdessen findet hierbei häufig Greenwashing statt. Namhafte Unternehmen schmücken ihre Produkte beispielsweise mit einer Verpackung, die zu einem Teil aus Recycling Plastik hergestellt wurde. Bei genauerem Hinsehen wird klar, dass nur ein Teil der Verpackung aus Recyclingmaterial hergestellt wurde und der Rest ganz konventionelles Plastik ist. Auch beliebt sind Aufschriften wie “Inhaltsstoffe zu 90% natürlichem Ursprungs” oder “mit 100% natürlicher Olive”. Wenn man bedenkt, dass Wasser als Hauptbestandteil vieler Kosmetika ein natürlicher Inhaltsstoff ist und es auch keine “unnatürlichen” Oliven gibt, wird die Mogelpackung deutlich. 

Bei den Schichten der Verpackungen eines Produktes geht es weiter: Eine Papierverpackung, die in Plastikfolie eingeschweißt ist, ist wenig nachhaltig. Schau also ganz genau hin, wie die Verpackung eines Produktes zusammengesetzt ist und recycelt werden kann. Du siehst: Viele Produkte, die ganz natürlich und umweltfreundlich daherkommen, stecken möglicherweise trotzdem voll mit  schädlichen Inhaltsstoffen wie Mineralöl-Bestandteilen, Parabenen oder Silikonen. Welche Möglichkeiten für nachhaltige Verpackungsmaterialien es gibt, liest Du in diesem Artikel

Doppelt hält nicht immer besser

“Unwrapping” liegt total im Trend – das Auspacken und Bestaunen von Produkten vor der Kamera bei Instagram und Co. Je mehr Verpackung, desto mehr ist auszupacken und desto mehr Vorfreude herrscht auf das Produkt, das sich unter all den Schichten versteckt. Selbst wenn die Verpackung eines Kosmetikproduktes nicht aus Kunststoffen, sondern aus Papier besteht, gilt: Weniger ist mehr. Je minimalistischer die Verpackung ist, desto weniger Abfall entsteht dabei. Problematisch ist dabei vor allem die Entsorgung. Nicht jedes Plastik landet im gelben Sack, nicht jedes Papier in der blauen Tonne. Daher können viele Stoffe letztendlich nicht recycelt werden. Wenn Du nicht vermeiden kannst, ein in Kunststoff verpacktes Produkt zu kaufen, achte unbedingt auf die korrekte Entsorgung. So umgehst Du einige umweltschädliche Kosmetikprodukte, die unnötigen Abfall mit sich bringen. 

Mikroplastik in der Kosmetikindustrie

Peeling, Mascara, Duschgel, Haarspray, Cremes… Man mag es kaum glauben, aber in etlichen Kosmetikprodukten stecken Kunststoffe! Mikroplastik kann in fester, flüssiger, gel- oder wachsartiger Form in Kosmetikprodukten stecken. Egal welche Form, Kunststoffe haben keine fördernde Wirkung für Gesundheit oder Schönheit. Sie können allerdings die Konsistenz und den Glanz eines Produktes verbessern und zum Beispiel für ein angenehmes, cremiges Gefühl beim Auftragen sorgen.  

Zur Umweltverschmutzung durch Mikroplastik trägt die Kosmetikindustrie einen nicht unwesentlichen Teil bei. Laut einer Studie vom Frauenhofer Institut gelangen in Deutschland jährlich 977 Tonnen Mikroplastik und 46.900 Tonnen gelöste Polymere allein aus Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln (WPR) ins Abwasser. Dennoch ist es offiziell nicht verboten und die EU-Kosmetikverordnung stellt keine Anforderungen an die biologische Abbaubarkeit von Inhaltsstoffen unserer Kosmetika.

Umweltkiller Mikroplastik

Was ist eigentlich das Problematische an Mikroplastik? Die winzigen Kunststoffpartikel (kleiner als 5mm) gelangen zum Beispiel beim Waschen und Abschminken ins Wasser. Sind sie erst im Meer, lassen sie sich kaum wieder entfernen, denn dafür gibt es bisher keine erprobte Technologie. Stattdessen landen die Kunststoffe eher noch in der Nahrungskette. Meereslebewesen nehmen sie über ihre Nahrung auf und damit wiederum landet Mikroplastik auch auf unseren Tellern. Wie dieser Kreislauf funktioniert, wird in diesem Video von Greenpeace ziemlich einfach erklärt.

 

Es geht auch ohne!

Es ist eindeutig: Mikroplastik gehört nicht in Kosmetikprodukte! Deshalb ist es umso wichtiger, das eigene Bewusstsein zu schärfen und Plastik in Kosmetika zu meiden. Aber keine Sorge, es gibt einige Kosmetikprodukte, die umweltfreundlich und nachhaltig sind. Zertifizierte Naturkosmetik mit entsprechenden Siegeln (lass Dich hier nicht täuschen!) ist komplett frei von Mikroplastik auf Erdölbasis und anderen auf Erdöl basierenden Kunststoffen. Informiere Dich gründlich über die Inhaltsstoffe Deiner Kosmetika und achte auf eine minimale Verpackung – so gehst Du umweltschädlichen Kosmetikprodukten aus dem Weg! Welche Inhaltsstoffe Du unbedingt meiden solltest, ließt Du zum Beispiel in diesem Artikel der Verbraucherzentrale.

By the way: Alle Produkte aus dem ZAUBERBLICK Shop sind frei von Mikroplastik und Mineralölen.