Corona-Hochzeit: Wer traut sich?

Im Jahr 2020 ist alles anders. Die Corona-Krise bedeutet für alle Menschen besonders eines: Herausforderung. Auch verlobte Paare verspüren Unsicherheiten und Ängste. Und zwar davor, ihren großen Tag womöglich doch absagen und verschieben zu müssen. Die Corona-Krise wirbelt die Hochzeitspläne vieler zukünftiger Ehepaare gehörig durcheinander. Doch eine Corona-Hochzeit ist möglich. Ein Update zur derzeitigen Situation und hilfreiche Tipps für die ganz spezielle Hochzeitsplanung. 

Corona-Hochzeit: Heiraten in Standesamt und Kirche

Eine Hochzeit nach dem Lockdown – das ist ganz und gar keine Wunschvorstellung mehr. Mittlerweile haben sich schon viele heiratswillige Paare das Ja-Wort gegeben, ob in der Kirche oder auf dem Standesamt. Natürlich gelten hier zurzeit spezielle Regeln, die einzuhalten sind. 

  • Standesamt: Auch in der Corona-Krise kann man sich in fast allen Standesämtern trauen lassen. Insbesondere, wenn es sich um einen bereits festgelegten Termin handelt. Noch keinen Termin vereinbart? In den meisten Bundesländern können auch neue Termine vereinbart werden. Die Gäste-Regelungen (Anzahl der Gäste, familienfremde Trauzeugen) können variieren, deshalb solltest Du Dich bei dem zuständigen Standesamt danach erkundigen. In der Regel sind zwei befreundete Familien erlaubt, die engste Verwandtschaft darf also in jedem Fall dabei sein. 
  • Kirche: Neben der standesamtlichen Trauung ist auch die kirchliche Trauung in der Corona-Zeit im Prinzip kein Problem. Die Zeit, in der Gottesdienste verboten sind, ist nun schon länger vorbei. Allerdings dürfen sich die Gottesdienstbesucher – auch bei einer Hochzeit – leider nicht beherzt umarmen. Außerdem ist der Mindestabstand einzuhalten, zumindest, wenn man nicht als Familie zusammen in die Kirche kommt. Auch das Mitsingen während der kirchlichen Trauung kann untersagt werden. Naja, so kann man sich wenigstens die schiefen Töne von Tante Erna ersparen. 

Hochzeit feiern trotz Corona – was ist erlaubt?

Großveranstaltungen bleiben bundesweit bis mindestens 31. August 2020 verboten. Über Teilnehmerzahlen und Bedingungen entscheiden die jeweiligen Bundesländer in Eigenregie. Außerdem sollen Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung sowie notwendige Hygienemaßnahmen nicht realisierbar sind noch bis mindestens Ende Oktober 2020 verboten sein. 

Kleinere Feiern sind generell und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands möglich. Schließlich haben die meisten Restaurants und Locations wieder den Betrieb aufgenommen – außen wie innen. Deshalb sollten Brautpaare die Feier nicht zu langfristig planen. Erkundige Dich am besten auf der offiziellen Webseite der Stadt / des Kreises über die erlaubten Möglichkeiten.

Hochzeits-Beauty: Terminfrust bei Friseur und Co.?

Friseure, Kosmetik- und Nagelstudios sind endlich wieder geöffnet. Doch nach mehreren Wochen Pause sind die meisten Salons und Studios weit im Voraus ausgebucht. Einen Termin zu ergattern, das kann Bräute und Bräutigame vor eine schwere Probe stellen. Meistens ist es sehr schwer, einen Termin zu bekommen. Auch gute Make-up-Stylisten und Wimpernstylisten sind schon längst überbucht. Zusätzlich zum geballten Nachholbedarf der Kundschaft ist der Markt kleiner geworden, da nicht jeder Inhaber den Lockdown überlebt hat. Schließungen sind leider keine Seltenheit.

Unser Tipp: Auch, wenn die Hochzeit noch etwas auf sich warten lassen muss, solltest Du zügig versuchen, einen Termin beim Friseur, im Wimpern- oder Nagelstudio oder beim Make-up-Artist zu bekommen. Erwähne am besten gleich zu Beginn des Gesprächs, dass Du eine Braut bist und für Deinen großen Tag schön gemacht werden möchtest. Der Braut-Bonus zieht fast immer. Eine Garantie gibt es dafür aber natürlich nicht. 

ACHTUNG: Hier findest Du eine Beauty-Checkliste für Deine Hochzeit!

Corona-Hochzeit: Die Sache mit dem Brautkleid

Wie wäre eine Hochzeit ohne ein Brautkleid und den perfekten Anzug für den Bräutigam? Richtig: unvollständig. Doch auch, wenn man es sich in der Corona-Krise kaum vorstellen mag: Kleider kriegt man jetzt oftmals viel günstiger, weil die Ware rausmuss. Das hängt natürlich vom jeweiligen Brautmodenladen ab. Aber es lohnt sich allemal, den Sale zu nutzen und das Traumkleid etwas günstiger zu shoppen. Im Zweifel einmal nett nachfragen. Wird das Kleid eigens für Dich geschneidert oder bestellt, so können unter Umständen längere Wartezeiten entstehen. Doch das ist auch außerhalb der Corona-Krise ein Thema. Deshalb besser früh mit der Brautkleidsuche beginnen. 

Ist ein Junggesellenabschied möglich?

Für den klassischen Junggesellenabschied (JGA) sieht es in der Corona-Krise leider eher schlecht aus. Das hängt aber auch von den individuellen Bestimmungen des Bundeslandes ab. In Clubs darf noch immer nicht getanzt werden und Bar-Hopping ist auch nicht wirklich drin. Denn in Kneipen und Bars darf man meistens noch nicht in größeren Gruppen aufschlagen. Außenaktivitäten wie Kajakfahren sind jedoch meist erlaubt. Es muss ja auch nicht immer die große Alkohol-Sause sein, oder? Und das ein oder andere Glas lässt sich ja auch ohne Weiteres draußen einnehmen.

Der wohl beste Hochzeitsratgeber

Wer noch am Planen ist, kann sich “Das Hochzeitsbuch” von Nadine Metgenberg (fine-weddings.de) bei uns bestellen. Darin findest Du viele Profi-Tipps einer der wohl exklusivsten Hochzeitsplanerin Deutschlands. Psst! Darin verrät sie auch das ein oder andere Geheimnis, das die bevorstehende (Corona-)Hochzeit noch besonderer machen kann. 

 

 

(Credits: Unplash)