Nachgefragt: Wie wird Make-up hergestellt?

Tag für Tag wächst unser Bewusstsein für Produkte, deren Herstellung und deren Inhaltsstoffe. Unser Sinn für Nachhaltigkeit wird immer ausgeprägter – und das ist gut so. Wir denken darüber nach, welche Produkte wir kaufen, wo sie herkommen. Wir informieren uns über Zusatzstoffe und entscheiden uns bewusst für unterschiedlichste Ernährungsformen. Gerade in Bezug auf die Ernährung sind wir sehr sensibel geworden und achten extrem darauf, keine schädlichen Stoffe zu uns zu nehmen. Doch was ist eigentlich mit unserem Make-up? Die Creme, die wir täglich auftragen. Die Mascara, der Lipgloss – und, und, und? Wie werden Kosmetikprodukte eigentlich hergestellt und was genau steckt drin? Darüber denken (leider) noch die Wenigstens nach. Zu stark ist der Drang, mit dem Trend zu gehen und die neusten Produkte der Kosmetikriesen auszuprobieren.

Vom Rohstoff zum fertigen Kosmetikprodukt

Eines vorweg: Alle Hersteller von Kosmetik sind dazu verpflichtet, die Sicherheit, Verträglichkeit, Wirksamkeit und Haltbarkeit ihrer Produkte zu gewährleisten. In diesem Zuge müssen laut EU-Kosmetikverordnung folgende Angaben auf Kosmetikartikeln vermerkt werden:

  • Firmenname und EU-Anschrift
  • Ursprungsland bei Import
  • Produktionsnummer
  • Mindestinhalt
  • Verwendungszweck
  • Haltbarkeitsdatum und ggf. Verwendungsdauer nach Öffnen
  • Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch
  • Kennzeichnung aller Inhaltsstoffe nach INCI (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe)

Doch der Weg zum fertigen Produkt ist nicht einfach – und vor allem nicht günstig. Pro Jahr werden mehrere Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung neuer Kosmetika investiert. In den Forschungszentren der großen Kosmetikunternehmen arbeiten zahlreiche Wissenschaftler oft jahrelang an neuen Kompositionen und Rezepturen. Rezeptur – genau das richtige Wort. Denn die Make-up-Herstellung lässt sich sehr gut mit dem Kreieren neuer Koch- oder Backrezepte vergleichen. Genau wie hier muss die Zusammensetzung der Zutaten immer wieder leicht verändert und angepasst werden, eventuell eine Zutat hinzugefügt oder eine andere gestrichen werden, um letztendlich zum optimalen Ergebnis zu kommen: einem köstlichen Apfelstrudel oder eben einer revolutionären Make-up-Kreation.

Die Kosmetikindustrie boomt

Immer schneller, immer besser, immer günstiger – das ist die Devise der Kosmetikindustrie. Insofern ist es kein Wunder, dass sich viele Hersteller zu kleinen, legalen Tricks gezwungen sehen, um dem Markt gerecht zu werden. Denn, wer bislang gedacht hat, dass für Kosmetikartikel nur unbedenkliche Inhaltsstoffe verwendet werden, den müssen wir an dieser Stelle enttäuschen. Zwar sollte es eigentlich selbstverständlich sein, für Make-up und Co. ausschließlich verträgliche und umfassend getestete Stoffe zu verwenden, dem ist aber leider nicht so. Die Kosmetikindustrie verwendet mittlerweile sogar mehr als 10.000 unterschiedliche Substanzen – viele davon sind nicht ausreichend erforscht bzw. befinden sich in einer Grauzone.

Nicht selten enthalten Kosmetika Mineralöl, Parabene oder Silikone. Mineralöl wird meistens in Form von Paraffin, das auf Basis von Erdöl hergestellt wird, verwendet. Paraffin hat folgende Vorzüge: Es pflegt und schützt die Haut, ist wasserabweisend, lange haltbar und vor allem günstig. Allerdings kann das Nebenprodukt aus der Erdölverarbeitung auch krebserregende Stoffe beinhalten. Und ganz ehrlich: Wer möchte sich schon Erdöl ins Gesicht schmieren? Doch die Realität zeigt: Kosmetikartikel mit einem hohen Paraffin-Anteil sind keine Seltenheit. Dies betrifft vor allem die Riege an günstigen Produkten. Hochwertige Kosmetik dagegen enthält so gut wie kein Paraffin.

Auch unsere Produkte sind zu 100 Prozent frei von Mineral-, Silikonölen, Parabenen sowie PEG’s (Polyethylenglykole). ZBNC Hamburg hat sich auf die Fahne geschrieben, ausschließlich natürliche Rohstoffe, die vom Körper auf eine gesunde Weise aufgenommen und abgebaut werden können, zu verwenden.

Parabene, Silikone und Sulfate

Schon oft gelesen und gehört – aber so richtig wissen, was das ist? Eher nicht. Kein Problem, wir klären auf:

  • Parabene sind Konservierungsstoffe, die das Wachstum von Pilzen und Bakterien hemmen und Kosmetikartikeln auf diese Weise Haltbarkeit verleihen.
  • Silikone werden unter anderem aus Erdöl gewonnen. Sie versiegeln und sind wasserabweisend. Häufig sind Silikone Bestandteil von Cremes, Make-up oder Shampoos.
  • Sulfate sind Salze, die gründlich reinigen und schäumen. Deswegen sind sie auch in nahezu jeder Kosmetik enthalten, die mit Wasser in Verbindung kommt (z.B. in Shampoos und Seife).

So weit, so gut. Doch leider haben diese Substanzen neben den genannten Vorteilen auch zahlreiche Nebenwirkungen. Sie können beispielsweise Hautreizungen und Allergien hervorrufen. Natürlich macht hier die Dosis den Unterschied. In Spuren enthalten, sind die Auswirkungen von Parabenen, Silikonen und Sulfaten nur gering. Als Hauptbestandteil können sie allerdings erhebliche Schäden anrichten und den Körper langfristig beeinträchtigen.

Unser Tipp: Vor dem Kauf unbedingt einen Blick auf die Inhaltsstoffe eines Kosmetikartikels werfen. Wenn Du auf dem Etikett nicht ausreichend Informationen zur Herstellung des Produktes findest, besuche die Website des Unternehmens. In den meisten Fällen findest Du hier weitere Informationen und kannst Dir ein Bild über das Unternehmen hinter dem Produkt verschaffen.

Die Alternative: Naturkosmetik

Gibt es eine Alternative zu Parabenen, Silikonen und Co.? Aber natürlich: Naturkosmetik. Woran Ihr gute Naturkosmetik erkennt, verraten wir Dir in diesem Artikel. Doch welche Vorzüge hat Naturkosmetik genau? Ganz einfach: Sie wird umweltfreundlich und ohne Tierversuche hergestellt. Somit tust Du nicht nur Dir etwas Gutes, sondern auch Deiner Umwelt. Dass natürliche Kosmetikprodukte weniger wirkungsvoll sind als herkömmliche, ist übrigens ein Mythos. Naturkosmetik wirkt zwar nicht auf dieselbe Art und Weise, jedoch genauso effektiv – wenn nicht sogar noch effektiver. Du hast noch nie Naturkosmetik verwendet? Unbedingt ausprobieren und den Unterschied spüren!

Natürlich sind die Qualitäts- und Preisunterschiede auch in diesem Segment sehr groß. Daher auch das Vorurteil, Naturkosmetik wäre viel teurer als herkömmliche Kosmetikartikel. Zwar hat Qualität ihren Preis, aber gute Naturkosmetik ist auch für ein kleines bis mittleres Budget zu haben. Wichtig ist nur, vor dem Kauf genau zu prüfen, ob es sich auch wirklich um echte Naturkosmetik handelt – und nicht um naturnahe Kosmetik. 

Hier kannst Du Dich bei uns im Shop nach passenden Naturkosmetik-Produkten umschauen!

 

Credit: Istock