Hyaluron, Fadenlifting, Botox – was steckt dahinter?

Im Bereich der ästhetischen Medizin ist heutzutage vieles möglich. Die bittere Pille der Zeit muss Mann oder Frau nicht einfach schlucken. Da lässt sich noch vieles glätten und straffen. Klar, nicht jeder denkt bei ein paar Falten gleich über eine Behandlung nach, doch viele Betroffene freuen sich über die Möglichkeit des Kaschierens. Drei beliebte Methoden: Hyaluron, Botox und Fadenlifting. Doch was ist das eigentlich genau – und wofür wird es eingesetzt? Wir erklären es Dir. 

Was ist Hyaluronsäure?

Die Behandlung mit Hyaluron ist mittlerweile bei vielen sehr beliebt. Bei der Hyaluronsäure handelt es sich dabei eigentlich um einen Stoff, den unser Körper durch körpereigene Enzyme selbst herstellt. Dahinter verbirgt sich ein natürlicher Mehrfachzucker (Polysaccharid), genauer gesagt ein Glykosaminoglykan. Hyaluronsäure unterstützt das Bindegewebe als einen der wichtigsten Bestandteile und findet sich schon seit langer Zeit in der Kosmetikindustrie als Inhaltsstoff wieder – selbstverständlich in geringerer Dosierung als beim Beauty-Doc. In der Haut ist die höchste Konzentration an Hyaluronsäure enthalten, hierin stecken beinahe 50 Prozent des gesamten Körperhaushalts. 

Eine Narkose ist während einer Hyaluron-Behandlung nicht nötig. Wenn gewünscht kann dennoch eine anästhesierende (schmerzlindernde) Salbe aufgetragen werden. Der Einstich ist aber meistens nicht bis kaum spürbar. Je nach Faltenart kann die Unterspritzung entweder wenige Minuten oder auch mal bis zu einer Stunde dauern. In den meisten Fällen werden allerdings nur wenige Areal behandelt, weshalb die Methode als sehr zeitsparend gilt. Vorher sollte der behandelnde Arzt detailliert über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen aufklären.

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Wofür wird Hyaluron eingesetzt?

Dieser Stoff wird nicht bloß in der ästhetischen Medizin eingesetzt. Hyaluronsäure findet auch beispielsweise zur Behandlung von Arthrose in der Orthopädie Verwendung. Doch seit Mitte der 80er-Jahre wird Hyaluron auch zur Faltenunterspritzung genutzt. Aufgrund der sehr guten Bindungsfähigkeit von Wasser kommt Hyaluronsäure vor allem zum Zwecke der Gesichtsverjüngung zum Einsatz (Wangen, Kiefer- und Gesichtskonturen). Außerdem beliebt: die Unterspritzung der Lippen. Und auch die Unterspritzung der Nasolabialfalte, des Halses und der Hände kommen häufig vor. Der Wirkstoff kann aber auch zur Formung von Gesäß oder Brüsten hinzugezogen werden. 

Der Effekt hält meistens zwischen sechs und zwölf Monaten an. Danach sollte die Faltenunterspritzung wiederholt werden. 

Was ist Botox?

Viele Patienten und Ärzte sehen in Botox, eigentlich Botulinumtoxin, die die erste Wahl, wenn es um Faltenbehandlungen geht. Die Behandlung mit Botox ist besonders schmerzarm und effektiv. Der in die Haut injizierte Wirkstoff entspannt die Muskeln – und diese sind schließlich an der Faltenbildung beteiligt. Es handelt sich nichtsdestotrotz um ein Nervengift. Dessen Wirkung lässt nach einiger Zeit komplett nach, eine Auffrischung wird daher regelmäßig nötig, um die glatte Haut aufrechtzuerhalten.

Bei einer Botox-Behandlung wird das Nervengift mit einer feinen Nadel in die Haut eingebracht. Eine Narkose ist nicht erforderlich. Vor einem solchen Eingriff sollte immer erst die Krankheitsgeschichte des Patienten aufgenommen und über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen gesprochen werden.  

Wofür wird Botox eingesetzt?

Botox bewirkt, dass sich die Muskeln nicht mehr zusammenziehen. Und das soll beispielsweise Mimikfalten glätten. Besonders beliebt ist die Behandlung der Stirn. Etwa Zornesfalte oder Stirnfalten lassen sich wirksam glätten. In vereinzelten Fällen wird Botox um den Mund herum eingebracht, um Falten zu mildern. Doch in der Regel kommt in diesem Bereich eher Hyaluron zum Einsatz. 

Botulinumtoxin kann aber auch außerhalb der ästhetischen Medizin Verwendung finden. Es dient etwas auch der Therapie von Bewegungsstörungen oder Krämpfen und kann bei übermäßigem Schwitzen sowie Migräne injiziert werden. 

Was ist ein Fadenlifting?

Unter einem Fadenlifting versteht man eine Methode der ästhetischen Medizin zum Anheben abgesunkener Gesichtspartien. Dabei werden speziell entwickelte, feine Fäden mit winzigen Widerhaken unter die Haut geschoben und dort verankert. Sie regen die körpereigene Produktion von Kollagen anregen. Der gewünschte und meist erzielte Effekt: ein jugendlich-frisches Aussehen. Die Mimik bleibt erhalten und bewirkt nur ein Anheben der erschlafften Haut. 

Ein Fadenlifting dauert nur wenige Minuten. Es wird mit einer leichten örtlichen Betäubung gearbeitet – der Eingriff ist also schnell und schmerzfrei. Die Fäden aus Polymilchsäure lösen sich nach einer gewissen Zeit von selbst wieder auf. Das Ergebnis eines Facelifts soll bis zu zwei Jahre anhalten. Dann bildet sich ein Teil des Ergebnisses wieder zurück. Immerhin schreitet der Alterungsprozess der Haut weiter fort. 

Wofür wird ein Facelift eingesetzt?

Interessierte sollten sich – wie vor jeder anderen Behandlung auch – umfangreich beraten und aufklären lassen. Durch ein Facelifting lassen sich folgende Bereiche des Körpers behandeln:

  • Bereich der Stirn und Schläfen
  • Augenbrauen
  • Wangen und Kiefer
  • Hals
  • Dekolleté und Brust
  • Oberarme
  • Oberschenkel
  • Gesäß

Es gibt auch einige Kosmetikbehandlungen, mit denen ein toller Anti-Aging-Effekt erzielt werden kann. Hier stellen wir Dir ein paar von ihnen vor.