Kosmetik selber machen: Schminke zum Anrühren

„Mix it yourself“: Kosmetik selber machen, beziehungsweise selbst anrühren, ist derzeit groß im Kommen. Von Make-Up über Seife und Shampoo bis hin zu Gesichtsmasken bieten verschiedene Hersteller diverse Beauty Produkte an, die Verbraucher selbst mixen können. Wir erzählen Euch in diesem Artikel von unseren Erfahrungen mit der DIY Kosmetik und sprechen unsere persönlichen Empfehlungen aus. 

Kosmetik selber machen – warum eigentlich?

Vielleicht fragst Du dich jetzt: Warum sollte ich meine Kosmetik eigentlich selbst anrühren, wenn ich sie doch fertig kaufen kann? Eines der Hauptziele von Herstellern der Mix-it- yourself-Sets ist es, Verpackungen einzusparen. Einweg-Plastikflaschen für Shampoo, Duschgel und Seife sowie Make-Up Tuben werden häufig nur einige Wochen alt, bevor sie dann im Müll landen und oft nicht korrekt recycelt werden.  

Bei der Kosmetik zum selber Mischen funktioniert es in der Regel anders: Das Produkt wird entweder in einem Behältnis geliefert, das laut Herstellerversprechen lange Zeit benutzt werden kann, oder als Pulver, das in kleinen Tütchen sogar im Briefumschlag verschickt werden kann. Für die Mixtur wird teilweise ein weiteres Gefäß mitgeschickt, in dem beispielsweise fertig angerührtes Make-Up aufbewahrt werden kann. 

ZAUBERBLICK hat für Dich getestet!

Unsere ZAUBERBLICK Gründerin Irina war neugierig auf die vielen Mix-it-yourself-Produkte und hat sich in den letzten Wochen durch einige durchgetestet: Make-Up, Masken, Duschgel und Seifen für Haut und Haare. Ihre Erfahrungen, Tipps und persönlichen Empfehlungen teilt sie mit Dir! 

Faktor Zeit: DIY dauert länger.

Das Anrühren der einzelnen Produkte dauert natürlich länger, als ein fertiges Produkt zu benutzen. Für alle Produkte braucht man etwa 10 Minuten, um sie in die richtige Konsistenz zu rühren. „Beim Make-Up hat es sogar 15 bis 20 Minuten gedauert, denn hier habe ich mir vorm Anrühren der Farbe erst eine App heruntergeladen, mit der ich meine Haut gescannt habe. Die hat mir dann die Dosierung angezeigt, mit der ich meinen perfekten Farbton bekommen sollte. Ich muss sagen, das Ergebnis war nicht schlecht“, erzählt Irina. Für alle, die die Zeit haben, ist dieser Faktor nicht weiter schlimm. Wenn man das Prinzip verstanden hat, dürfte man auch schneller die fertige Farbe in der Hand halten. Wichtig ist hierbei, dass Du Dich haargenau an die Dosierung hältst, damit der Farbton ideal zu dir passt. Wenn’s mal schnell gehen muss, ist das Mix-it- yourself-Set für Make-Up aber definitiv nicht die richtige Wahl. 

Produkthandling: Von Praktisch bis Sauerei

Kosmetik selbst machen ist natürlich mit etwas Arbeit verbunden und die kann auch mal schief gehen. Nicht ganz so positiv war beispielsweise Irinas Erfahrung mit einem Set zum Shampoo und Seife selber mischen. Das Set besteht aus einer Pumpflasche und frei wählbaren Essenzen, beispielsweise mit Orangen- oder Rosmarinduft. Diese mischt man selbst mit Wasser. Der Hersteller verspricht, dass die Flasche ein Leben lang benutzt werden könnte. Die Idee finden wir an sich super, an der Umsetzung hapert es jedoch: „Dieser Test war eine komplette Sauerei. Die Plastikflasche war einfach nur schmuddelig und ist am Ende sogar auseinandergefallen“, erzählt Irina. „Bei solchen Produkten musst Du als Käuferin also unbedingt auf die Qualität der Flasche achten.“ Außerdem ist Irina negativ aufgefallen, dass sich Pulver häufig an der Flasche absetzen, wodurch sie eine schleimige Konsistenz bekommen. 

Besser zu händeln war eine Pulver Hyaluron Maske, die von der Konsistenz einer Trockenerde ähnelt. „Sowas kann man sicherlich mal mit Freundinnen bei einem Mädelsabend machen, aber ich weiß nicht, wie oft man tatsächlich sich selbst eine Maske anrührt. Und kommt erstmal Feuchtigkeit in die Pulver, können sie schlecht werden.“ Daher ist es extrem wichtig, dass hier die Anleitung detailliert geschrieben ist und Du dich daran hältst  – schon ein paar Milliliter zu viel oder zu wenig können das Produkt unbrauchbar machen. Irinas Fazit in Sachen Handling ist also eher ernüchternd.

Seifen für Haut und Haare

…haben Irina wiederum sehr begeistert! Da gibt es mittlerweile tolle Produkte, die die Haare nicht austrocknen. „Ich hab das Produkt 6 Wochen getestet und Haut und Haare sehen top aus. Ich hab mir jetzt sogar eine feste Seife als Duschgel in die Dusche gehängt und denke, dass sich dieses Produkt durchsetzen wird.“ Einfach etwas in den Händen reiben und auf den Körper auftragen, schon braucht man kein Duschgel in PET Flaschen mehr. 

Kosmetik selber machen – yes or no?

Wenn Du Beautyprodukte zum selber Mixen ausprobieren möchtest, raten wir Dir, den Hersteller gründlich zu prüfen und Dir Bewertungen durchzulesen. Die Versprechungen sind groß, in der Realität sind aber viele Hersteller noch nicht so weit, dass ihre Produkte vollends durchdacht sind – das gilt übrigens auch für die Verpackungen, die eben nicht allzu oft wiederverwendet werden können. Vielleicht testest Du Produkte erstmal gemeinsam mit Freundinnen, bevor Du dich mit allem eindeckst und es nach einem Mal Benutzen doch entsorgst. Gerade bei Make-Up Produkten, wo Farbe und Konsistenz stimmen müssen, gibt es große Unterschiede in der Qualität. Greife im Zweifelsfall lieber zu Produkten, die fertig gemischt und dafür vollends durchdacht sind. 

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Credit:istock

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