​​Definition Greenwashing: So grün sind grüne Beauty Produkte

Definition Greenwashing

Beauty Produkte sollen heutzutage alle etwas grüner wirken: Eine Verpackung aus braunem Papier, Abbildungen von Pflanzen und Formulierungen wie „pflanzlich“ oder „Zutaten natürlichen Ursprungs“ sind die Lieblingstricks vieler Kosmetikhersteller, um ihren Produkten ein umweltfreundlicheres Image zu verpassen. Die Definition Greenwashing, konkrete Beispiele und Tipps, mit denen Du vermeintlich natürliche Produkte erkennen und vermeiden kannst, haben wir für Dich in diesem Artikel zusammengefasst. 

Definition Greenwashing – was man unter dem Begriff versteht 

Greenwashing bedeutet auf Deutsch so viel wie „sich ein grünes Image zulegen“. Konkret sind es PR- und Marketingmaßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um in der Öffentlichkeit als umweltbewusst und verantwortungsvoll wahrgenommen zu werden, obwohl die Realität oft ganz anders aussieht. Natürlich aussehende Verpackungen, trügerische Werbeaussagen oder beschönigte Selbstdarstellungen auf Social Media sorgen dafür, dass die Marke und deren Produkte auf den ersten (und oft auch auf den zweiten) Blick nachhaltig aussehen. Wer genauer auf die Inhaltsstoffe oder die Zusammensetzung der Verpackung schaut wird feststellen, dass die Kosmetika in Wirklichkeit nicht so umweltfreundlich sind, wie sie vorgeben. Greenwashing ist in der Kosmetikindustrie besonders auf dem Vormarsch, da Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Gesundheit anhaltende Trends unter den Konsument*innen sind. 

Trügerische Produktbezeichnungen und Werbeversprechen 

„Naturkosmetik“ ist in Deutschland kein geschützter Begriff, deshalb bedienen sich viele Kosmetikmarken an dieser Formulierung – unabhängig davon, wie viel Natur tatsächlich in ihren Produkten steckt. Genau genommen wird unterschieden zwischen bio, veganer, tierversuchsfreier und natürlicher Kosmetik.  

Für Konsument*innen wird es damit immer schwieriger zu unterscheiden und zu erkennen, welches Produkt wirklich umweltschonend und welches eine Mogelpackung ist. Viele Hersteller werben auf ihren Packungen damit, welche bekanntermaßen umwelt- und körperschädlichen Inhaltsstoffe nicht enthalten sind, beispielsweise „Ohne Aluminium“ oder „Ohne Parabene“. Häufig werden diese jedoch durch alternative synthetische Stoffe ersetzt, was keineswegs besser oder natürlicher ist. Irreführend ist auch, wenn Begriffe wie „bio“, „green“ oder „nature“ im Markennamen enthalten sind, die Produkte entsprechende Qualitäten aber nur teilweise oder gar nicht erfüllen. Besonders trügerisch sind Werbeaussagen wie „97 % Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs“: Viele Kosmetika bestehen zu einem Großteil aus Wasser – einem komplett natürlichen Inhaltsstoff. Dass der kleine, übrige Anteil an Inhaltsstoffen der eigentlich problematische ist, wird hierbei vertuscht. Die Hamburger Verbraucherzentrale hat hierzu einige Produkte auf den Natur-Prüfstand gestellt und die Ergebnisse in diesem Artikel veröffentlicht. 

Aktuell ist die Lage recht deprimierend: Wer in der Drogerie stöbert, wird vermutlich mehr Produkte finden, die per ​​Definition Greenwashing betreiben, als tatsächlich haut- und umweltfreundlichere Produkte. 

Augen auf beim Kosmetikkauf – so erkennst Du echte Naturkosmetik

Wenn Du Greenwashing bei Beauty Produkten umgehen willst, solltest Du Dich am besten einmal gründlich mit dem Thema auseinandersetzen. Wer in der Drogerie oder im Supermarkt vorm Regal steht hat oft keine Zeit, alle Etiketten in Ruhe zu studieren und zu prüfen – genau darauf zielen die Greenwashing Strategien der Unternehmen ab. Hier sind unsere drei wichtigsten Tipps, um Greenwashing beim Einkauf zu entlarven:

 

  1.  Achtet auf strenge Siegel wie NaTure, EcoCert, NCCO – Certified Natural Cosmetics und das in Deutschland bekannteste Öko-Siegel für „Echte Naturkosmetik” vom BDIH. Übrigens: Naturkosmetik ist nicht automatisch vegan – für tierversuchsfreie und vegane Kosmetika gibt es wiederum gesonderte Siegel. 

 

  1. Obacht bei der Verpackung: Zwar sind mittlerweile viele Kosmetikprodukte in teilweise recycelten Fläschchen und Dosen verfügbar, oft jedoch nur zu einem geringen Anteil. Auch die Formulierung „recycelbar“ ist recht problematisch, da prinzipiell fast alle Plastikverpackungen recycelbar sind. Das macht Plastik jedoch nicht umweltfreundlicher. Verallgemeinert lässt sich sagen: Je weniger Verpackung, desto umweltfreundlicher. Mehr über nachhaltige Verpackungen findest Du in diesem Artikel.

 

  1. Nutze Apps wie Codecheck oder Nestbau – Giftfrei einkaufen um überprüfen zu können, was in dem Produkt an unerwünschten Stoffen steckt. So kannst du auch wenn es mal schnell gehen muss bewusst einkaufen. 

Ganz ohne Greenwashing: Unsere grüne Kosmetiklinie 

Wir von Zauberblick arbeiten jeden Tag daran, noch nachhaltiger zu werden anstatt nur so zu tun. Mit unserer Zero Waste Kosmetiklinie sind wir unserem Ziel ein ganzes Stück näher gekommen: Exklusive, nachhaltige Hautpflege gibt es bei Zauberblick jetzt in edler wiederverwendbarer und sauber recycelbarer Verpackung mit Rückgabeoption. Hier kannst du durch die Produkte stöbern.

 

 

 

Credit: istock

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