Gesichtspeelings: Alles, was Du wissen musst

Ein Gesichtspeeling kann für wunderbar weiche, strahlende Haut sorgen und gehört für viele fest zum Hautpflege Programm. Aber Achtung: Es gibt viele verschiedene Arten von Gesichtspeelings und nicht alle sind für jede Haut gleichermaßen gut verträglich. Wir erklären Dir die Unterschiede zwischen Enzympeeling, Fruchtsäurepeeling, mechanischen Peelings und Co, damit Du keine bösen Überraschungen im Gesicht erlebst!

Warum Du Dein Gesicht regelmäßig peelen solltest

Der gute Part zuerst: Gesichtspeelings können definitiv für ein feineres Hautbild und ein besseres Hautgefühl sorgen, indem sie tote Hautschüppchen und oberflächliche Verhornungen lösen. Mit einem Gesichtspeeling schaffst Du generell eine gute Basis für Deine Hautpflege, denn so können die Poren gereinigt und alte Hautschuppen entfernt werden. Anschließend ist die Haut aufnahmefähiger für Wirkstoffe aus Deinen Pflegeprodukten und fühlt sich zudem direkt herrlich zart an. Außerdem kannst Du Dein Make-Up fleckenfreier auftragen, wenn die Haut ebenmäßig ist und sich das Make-Up nicht an Hautschüppchen „staut“. Es gibt qualitativ hochwertige Produkte, die für die Haut gut verträglich sind und daher regelmäßig in die Gesichtspflege Routine integriert werden sollten.

Wörtlich genommen bedeutet „peelen“ übrigens so viel wie „schälen“ oder „pellen“, aber die Wörter klingen in Bezug auf die Haut echt abschreckend, oder? 😉

Pass auf bei der Wahl Deines Gesichtspeelings!

Doch nicht ohne Grund werden einige Peelings häufig kritisiert: Sie können Deine Haut schädigen, wenn sie nicht zu ihren Bedürfnissen passen. Ganz grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Peelings unterschieden: chemische und mechanische Peelings. Diese unterscheiden sich sowohl von der Anwendungsart als auch von der Art und Weise, wie sie in den Hautschichten wirken.

Wir erklären Dir im Folgenden, wie die verschiedenen Arten von Gesichtspeelings sich unterscheiden und was für welche Haut geeignet ist.

Mechanisches Peeling – Klassiker mit Risiko

Bei einem Gesichtspeeling denkst Du bestimmt erstmal an den Klassiker: Eine Paste mit kleinen Schleifpartikeln, die über die Haut gerieben und anschließend abgespült werden. Solche Peelings werden als mechanische Peelings bezeichnet und sind die Klassiker.

Mechanische Peelings sollten bei empfindlicher und entzündlicher Haut oder bei Akne besser nicht benutzt werden, da sie Mikroverletzungen und damit Schmierinfektionen hervorrufen können. Wenn Du Dich für den Kauf eines mechanischen Peelings entscheidest, sollte es auf jeden Fall eins ohne Mikroplastik sein – das ist nicht nur schonender für die Umwelt, sondern auch für Deine Haut.

Auch bei DIY-Peeling Rezepten aus dem Netz oder Frauenzeitschriften solltest Du aufpassen: Grobes Salz beispielsweise ist, wie der Name schon sagt, GROB. Es reizt die zarte Gesichtshaut und da hilft auch die Zugabe von Honig oder Öl im Rezept recht wenig. Auch Kaffeesatz oder Zucker sind nicht gerade zart zur Haut und daher nur bei weniger empfindlicher Haut oder beispielsweise für die Beine geeignet.

Enzympeeling für das Gesicht

Enzympeelings gehören zu den chemischen Peelings und diese Art bedarf für viele wohl etwas mehr Erklärung. Bei einem Enzympeeling werden eiweißspaltende Enzyme eingesetzt, die die Ablösung der toten Hautzellen fördern, indem die verbindenden Proteine gelöst werden. Diese Art der Gesichtspeelings ist in der Regel in Pulverform erhältlich und wird auf das feuchte Gesicht aufgetragen, etwas in die Haut eingearbeitet und dann abgespült.

Enzympeelings sind besonders mild und verträglich und daher besonders geeignet für empfindliche, entzündliche Haut. Auch bei Couperose bzw. Rosacea ist diese Art des Peelings ratsam. 

Reine Haut dank Fruchtsäurepeeling?!

Vom Fruchtsäurepeeling hast Du bestimmt auch schon mal gehört, häufig werden sie auch als AHA und BHA Peeling bezeichnet (darüber ließt Du in diesem Artikel mehr). Auch diese Sorte zählt zu den chemischen Peelings. Sie enthalten konzentrierte Säuren und wirken nicht nur auf der Hautoberfläche, sondern auch darunter. So können sie neben dem bekannten Peeling-Effekt auch die Kollagenproduktion anregen und die Regeneration der Haut fördern.

Bei Fruchtsäurepeelings kommt es auf die Konzentration und Einwirkzeit – liegen diese beiden zu hoch, kann es schnell zu Reizungen kommen. In der Regel werden sie von der Kosmetikerin oder dem Kosmetiker oder Dermatolog*innenn angewandt, es gibt aber auch immer mehr haushaltstaugliche Produkte. Diese sind entsprechend niedriger dosiert, meistens bei 2-10% (in jedem Fall aber <30%) Hier gibt es noch eine wichtige Sache zu beachten: Fruchtsäurepeelings machen die Haut empfindlicher für UV-Strahlung. Sonnenschutz mit LFS 50 ist nach der Anwendung ein Muss um die Haut zu schützen!

AHA Gesichtspeelings eignen sich vor allem für trockene und reife Haut, denn sie können der Haut helfen, Feuchtigkeit zu speichern und elastisch zu bleiben. Außerdem können sie Altersflecken und Hautunreinheiten verringern.

BHA Gesichtspeelings sind super für fettigere, unreine Haut. Sie reinigen die Haut in der Tiefe und beugen so verstopfte Poren vor. Zudem wirken sie entzündungshemmend und sind für viele Hauttypen gut verträglich. Häufig werden AHA & BHA kombiniert.

PHA Peelings sind ideal für sensible Haut, die Möglicherweise unter Irritationen leidet. Sie besitzen eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung und sind, anders als AHA & BHA nicht so problematisch bei anschließender UV-Einstrahlung: Durch ihre antioxidative Wirkung können sie die Haut sogar vor dem Sonnenlicht und dessen Risiken schützen.

In diesem Sinne: Viel Spaß und Vorsicht beim Peelen! Wenn Du Fragen hast, komm gerne auf uns zu oder sichere dich beim Dermatologen ab. 

 

Credit: iStock

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