Hairextensions: Welche Methode ist die beste?

Hairextensions: Welche Methode ist die beste?

Langes, volles Haar ist der Traum vieler Frauen. Wer nicht von der Natur damit gesegnet wurde, kann mit Hairextensions schummeln. Der Markt ist riesig, genau wie die Unterschiede in Preis und Qualität. Also Achtung! Hierbei gibt es große Unterschiede. Wir erklären Euch, welche Methoden es gibt und welche die beste ist. 

Für wen eignet sich eine Haarverdichtung oder sogar eine Perücke?

Wer mit dem eigenen Kopfhaar unzufrieden ist, hat wahrscheinlich schon mindestens ein Mal über eine Haarverdichtung nachgedacht. Generell eignen sich Hairextensions für Personen mit lichtem, (sehr) dünnem Haar oder Haarausfall. Auch Personen mit recht kurzem Haar, das sich schwer tut länger zu werden, können nachhelfen. Auch Bräute greifen für Ihre Hochzeit öfter zu Haarteilen, die das eigene Haar auffüllen. Um Extensions befestigen zu können, sollten die Haare allerdings mindestens Schulterlänge haben. Wer ganz kurze Haare oder gar eine Glatze hat, muss daher eher zu einer Perücke greifen. Diese zaubert beispielsweise Chemopatientinnen wieder eine schöne Frisur. 

Für Hairextensions gibt es diverse Methoden – die gängigsten stellen wir Euch nun vor! 

Clip-In-Extensions

Die wohl einfachste und günstigste Methode zu vollerem Haar: Clip-In-Extensions! Dabei werden die künstlichen Haare einfach mit einem Clip angebracht. Ein Set besteht aus Haarteilen in mehreren Größen und Längen, welche an den passenden Stellen am Haaransatz angeclipt werden. Diese Methode ist besonders einfach und eignet sich beispielsweise für Bräute, die nur für einen Tag was an ihrem Haar ändern wollen. Die Extensions können jederzeit eingesetzt oder abgenommen werden und dafür ist nicht einmal unbedingt ein Friseurbesuch nötig. Achtung, bei Clip Extensions gibt es eine riesige Auswahl – leider ist der Großteil davon absolut untauglich und billig produziert. Hände (und Haare) weg von Schnäppchen aus dem Internet.  

Ponytail Methode

Ähnlich wie die Clip-In-Methode, nur kompakter: Die Ponytail Methode. Hierbei besteht das Haarteil aus einem Zopf oder Dutt, der als ganzer in das eigene Haar eingefügt wird. So kann der Einsatz ganz normal mit gestylt und geföhnt werden. Besonders beliebt ist diese Methode bei Bräuten für voluminöse Hochsteckfrisuren. 

Dadurch, dass diese Art der Extensions unkompliziert eingesetzt wird, kann sie auch jederzeit wieder abgenommen werden.

Keratin-Bonding Extensions

Die Keratin-Bonding Methode ist mit Sicherheit eine der beliebtesten. Dabei werden Bonding-Strähnchen mit Hilfe einer Hitze-Zange an das eigene Haar “geschweißt” und verlängern es somit. Wie viele Bonding-Strähnchen dabei eingesetzt werden hängt von Dichte des Eigenhaars ab. In der Regel sind es zwischen 50 und 100. Viel wichtiger als die Anzahl ist jedoch die Grammzahl: Sind die eigenen Haare etwa 30 Zentimeter lang, kommen darauf 25 bis 50 Gramm Bonding-Strähnchen. Zum Entfernen wird eine Lotion auf die Verbindungsstelle zwischen Bonding-Strähne und Echthaar aufgetragen. Nach dem Einwirken wird die Bonding-Stelle mit einer Zange wieder aufgebrochen.

Diese Methode ist relativ zeitaufwendig und sollte nur vom Profi durchgeführt werden. Großer Vorteil: Die Bondings halten ziemlich gut und können bis zu sechs Monate im Haar bleiben, je nach Pflege und Haarwachstum. Wir würden allerdings eher eine Tragedauer von vier Monaten empfehlen, damit das Eigenhaar nicht verfilzt. Außerdem solltest Du etwa alle sechs für einen Reinigungsschnitt zum Friseur gehen. 

Nanoring Methode

Ähnlich wie bei der Keratin Bonding Methode werden auch bei der Nanoring Methode künstliche Spitzen an das Haar rangesetzt – allerdings mit einem kleinen Ring (der Nanoring). Diese Art der Hairextensions hält etwa zwei bis drei Monate, danach können die Strähnen theoretisch wieder hochgesetzt werden, dafür braucht es nur neue Nanoringe. Diese Methode hat sich in Deutschland allerdings nicht wirklich durchgesetzt, weil sie häufig Haarbruch verursacht. 

Sandwich Methode mit Tape Extensions

Nein, hier wird kein Brot in die Haare eingearbeitet. Der Name “Sandwich” kommt von der Technik: Die Tape-Extensions haben am oberen Ende der Strähne kleine Klebestellen. Zwischen zwei solcher selbstklebenden Tape-Extensions wird eine feine Eigenhaar-Strähne festgeklebt und einfach zusammen gedrückt. Diese Technik ist übrigens auch bekannt als Tape-In-Methode. Wie lange die Tape Extensions letztendlich am Kopf halten, hängt von der Qualität des Haares, der Klebebefestigung und der Pflege ab. Die Tragedauer liegt meist bei etwa 4 – 6 Wochen, Danach werden die Tape In Extensions wieder hoch gesetzt.  Pluspunkt: Die Extensions können bis zu sechs Mal wiederverwendet werden und sind damit nachhaltig und insgesamt sehr preiswert.

Tressentechnik für Hairextensions

Eine Haartresse sieht aus wie ein Vorhang aus Haaren und kann ein ordentliches Volumen zaubern – schließlich wird relativ viel zusätzliches Haar eingefügt. Die Einarbeitung der Tressen dauert zwischen einer und drei Stunden und sollte für ein schönes Resultat vom Profi übernommen werden. Dabei gibt es zwei Techniken, die unbedingt auf den eigenen Typ angepasst werden sollten: Die Nähtechnik und die Klebetechnik. 

Bei beiden Tressentechniken wird eine Tresse (oder mehrere kleine) am Haaransatz befestigt, entweder mit Nadel und Faden oder mit Kleber. Für die Nähtechnik wird eng an der Kopfhaut ein kleiner, fester Zopf aus Eigenhaar geflochten, an dem die Tresse festgenäht wird. Nach etwa zwei Monaten muss wieder nachgebessert werden, damit der natürliche Look erhalten bleibt. Diese Technik eignet sich aufgrund der festeren Haarstruktur besser für afroamerikanische Frauen als für Europäerinnen, welche deutlich feineres Haar haben. Für diese ist Kleber die bessere Variante. Bei der Klebetechnik wird die Tresse mit einem speziellen Klebstoff am Haaransatz befestigt. Allerdings sollte die Tresse bei dieser Technik nach maximal zwei Wochen wieder entfernt werden, damit sich das eigene Haar wieder erholen kann. 

Echthaar oder Kunsthaar?

Auch wenn Kunsthaar verlockend günstig ist und auf Bildern im Onlineshop gut aussehen mag – es kommt nicht an die Qualität von Echthaar heran. Kunsthaar vermischt sich nicht gut mit dem eigenen Echthaar, was für das Gesamtbild nicht gerade schön ist. 

Echthaar Extensions hingegen sind optisch nicht vom Eigenhaar zu unterscheiden, das sorgt für einen natürlichen und harmonischen Look. Wie Eigenhaar, sind Echthaar Extensions recht strapazierfähig, lassen sich gut stylen und pflegen. Besonders gute Qualität haben beispielsweise die Echthaar Extensions von den Marken Great Lengths, Rapunzel of Sweden und Verlocke. Wenn Du Dir bei der Wahl deiner Extensions unsicher bist, lass Dich am besten von einem Profi beraten. 

Hairextensions – unser Fazit

Wie Du siehst, gibt es nicht DIE beste Methode für alle – je nach Tragedauer eignen sich unterschiedliche Extensions Methoden. Fest steht: Bei der Wahl der Haarverdickung solltest Du nicht am Geld sparen. Schlechte Extensions können Deine Haare stark schädigen und Dir statt einer tollen Haarpracht lauter Kletten und einzelne Strähnen auf dem Kopf bescheren. Echtes Haar ist nicht günstig, hält aber bei guter Pflege sehr lange – daher solltest Du auf jeden Fall auf Echthaar Extensions setzen und niemals aus Billiganbieter zurückgreifen. 

An den Wimpern darf’s auch mehr sein? Hier erfährst Du das Wichtigste über Wimpernextensions!

 

(Photocredits: Unsplash)

(Videocredits: Rapunzel of Sweden)

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