Kosmetikindustrie nach Corona: 5 Dinge, die sich geändert haben

Die Kosmetikindustrie nach Corona ist nicht mehr dieselbe wie 2019. Die letzten eineinhalb Jahre seit Beginn der Corona Pandemie haben in der Kosmetikindustrie einiges verändert und die Menschen, die in dieser Branche arbeiten, vor große Herausforderungen gestellt. Die fünf bedeutendsten Veränderungen haben wir für Dich zusammengefasst – mit Sicherheit findest Du darin auch Aspekte wieder, die Dich selbst betreffen! 

1. Kosmetikindustrie nach Corona: Viele Salons müssen dauerhaft schließen 

Zwei lange Lockdowns, in denen Kosmetiksalons wie Wimpernstudios, Massagesalons und Nagelstudios geschlossen bleiben mussten, gehen an vielen Salons nicht spurlos vorbei. Die Mitgliedsunternehmen des deutschen Kosmetik Verbandes VKE haben ein dürftiges Geschäftsjahr 2020 hinter sich und verzeichnen einen Umsatzverlust von insgesamt 9 Prozent (bei 1,941 Mrd. €). Der Onlinehandel hat zwar zugenommen, konnte den ausbleibenden stationären Handel aber bei Weitem nicht ausgleichen. Hier und da steht auch ein ehemaliger Salon leer, denn für einige waren die Umsatzeinbußen so verheerend, dass sie komplett schließen mussten. Laut einer Pressemitteilung der Handwerkskammer Hamburg leiden rund zwei Drittel der Betriebe momentan unter einer schlechten wirtschaftlichen Entwicklung, „nur“ 7 Prozent beurteilen diese positiv. Die Zahl der Beschäftigten ist demnach bei Kosmetiker*innen und Friseur*innen in Hamburg leicht gesunken.

2. Ausbau des Onlinehandels – Die Not zur Tugend gemacht

Die Lockdowns und die damit verbundene freie Zeit, haben viele Kosmetiker*innen dafür genutzt, das Onlinegeschäft auszubauen – wir von ZAUBERBLICK übrigens auch, und so entstand unser Beauty Mehrwegpfand-Prinzip. Im Tagesgeschäft blieb vorher zwischen Kundenterminen, Einkauf und Weiterbildungen vielen keine Zeit, die eigene Website auf Vordermann zu bringen oder für die eigenen Produkte einen Onlineshop aufzusetzen. Gerade für Salons wie uns, die nicht nur Dienstleistungen anbieten sondern auch eine eigene Produktlinie, ist ein intakter Onlineshop mittlerweile ein absolutes Muss! Nach der Coronazeit erstrahlen viele Kosmetiksalons nun mit einem brandneuen Onlineauftritt. 

3. Beautyprodukte: Neue Bestseller und Ladenhüter 

Die Corona-Pandemie war wohl die erste Krise, in der die Absatzzahlen von Lippenstiften nicht gestiegen sind. Wenn die Lippen unter Masken versteckt bleiben, brauchen sie schließlich kein Make-Up. Stattdessen setzten Frauen verstärkt auf ausdrucksstarke Augen. Wimpernserum und Mascara gehören zu den Bestsellern während der Pandemie. Es scheint, als hätten viele Frauen in der Corona-Zeit erst festgestellt, dass sie noch mehr aus ihrer Augenpartie machen können. Insgesamt ist der Umsatz mit dekorativer Kosmetik im Jahr 2020 laut VKE aber stark eingebrochen: Durch Homeoffice, Lockdown, Maskenpflicht wurde sich viel weniger geschminkt. Leider sieht der Trend nach der ersten Jahreshälfte 2021 auch nicht viel blumiger aus… 

4. Beauty OP Boom 

Ein Profiteur der Pandemie ist hingegen die ästhetische Chirurgie: Besonders beliebt waren Botox- und Hyaluron-Anwendungen sowie Augenlidstraffungen und Lippenkorrekturen. Viel Zeit zuhause, kaum Treffen mit Freunden (die blaue Flecken, Schwellungen,  Rötungen nach einem Eingriff bemerken könnten) und möglicherweise auch Geld, das nicht für Urlaub und Co ausgegeben werden kann – all das sind Gründe dafür, dass mehr Menschen sich für kleinere chirurgische Eingriffe entschieden haben. Unter den neuen Kunden der Schönheitschirurgen sind zwar überwiegend Frauen, aber auch einige Männer vertreten. 

5. Ein Blick in die Zukunft – Fokus auf die Augenpartie

Die Gesichtsmasken werden voraussichtlich noch eine Weile fester Bestandteil unseres Alltags bleiben – damit bleibt auch der Fokus auf die Augenpartie. Produkte und Dienstleistungen, die die Augen betreffen, dürften in der nächsten Zeit hoch im Kurs stehen: Lash Extensions, Brow Liftings, Lidschatten, Mascara und Augencremes beispielsweise. 

Du siehst, die Kosmetikindustrie nach Corona ist eine andere, mit neuen Geschäftsmodellen, veränderten Angeboten und einigen Verlusten. Wir hoffen, dass sich der Markt dieses Jahr erholen kann und freuen uns, wenn wir Dich bald bei uns im Salon begrüßen dürfen. 

 

Wirtschaftsjahr 2020 – Corona, Kleinunternehmen und Mittelstand – hier findest du eine Zusammenfassung aus unserer Perspektive.

 

 

Credit: Pexels

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