Hauttypen: Andere Hautfarbe, andere Pflege?

Hautpflege

Hauttyp ist gleich Hauttyp? Fehlanzeige! Nicht alle haben automatisch dieselbe Hautbeschaffenheit. Ob nordische Haut, europäische Haut, asiatische Haut oder afrikanische Haut – es ist wichtig, seine Pflegeroutine auf die Bedürfnisse des individuellen Hauttyps abzustimmen. Ein Produkt, welches für eine Asiatin funktioniert, das wird für einen nordisches, skandinavisches Mädel in der Regel eher wenig bis gar nichts bringen. Zur besseren Einordnung hier eine Übersicht …

Korean Beauty – ein Trend, der auch in Deutschland Erfolge feiert?

Letztes Jahr wurden koreanische Produkte in Deutschland sehr stark gehyped. Spannend sind sie ja, auffällig verpackt und mit jede Menge effektiven Pflegewirkstoffen gespickt. Doch der Knackpunkt: koreanische Pflegeprodukte sind eigentlich nichts für die europäische Haut. Und, was einige denken: Eine Europäerin kann nicht die Haut einer Asiatin bekommen, nur weil sie koreanische Pflegeprodukte benutzt. 

Jede Haut ist eben anders. Unter anderem sind Talgproduktion, der Stoffwechsel, die Feuchtigkeitsproduktion oder die Wasserspeicherfähigkeit der Haut für das Erscheinungsbild der Haut verantwortlich. Weitere Faktoren:

  • Erbanlagen
  • Hormone (z.B. Pubertät, Schwangerschaft, Anti-Baby-Pille etc.)
  • Ernährung
  • Lebensstil
  • Kosmetische Maßnahmen
  • Umwelteinflüsse (z.B. Klima, Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlen)
  • Erkrankungen
  • Natürlicher Alterungsprozess

Ordnet Euch also lieber vor der Produktwahl in eine der folgenden Hauttyp-Gruppen ein. Oder fragt einen Experten um Rat. 

Übrigens: So findet Ihr die richtige Sonnenpflege für den perfekten Schutz!

Einteilung: Hauttypen nach ethnischen Gruppen

Man unterscheidet zwischen sechs verschiedenen Hauttypen. Der klassischen Einteilung zufolge – nach dem amerikanischen Hautarzt Thomas Fitzpatrick – gab es nur vier, doch es kamen noch zwei hinzu (Hauttyp V und VI). Jedoch ist nicht nur die Hautfarbe eines Menschen zur Einteilung zu berücksichtigen, sondern auch seine Augen- und Haarfarbe. Sehr helle, ja, blasse Haut wird kaum braun und ist schneller sonnenbrandgefährdet. Dunkle Hauttypen verbrennen hingegen kaum oder gar nicht in der prallen Sonne. Deswegen spielt auch bei der Wahl der Pflegeprodukte der Lichtschutzfaktor eine wesentliche Rolle.

Typisch für die europäische Bevölkerung sind die Hauttypen I bis IV, sie gelten auch als „europäische Hauttypen“. Die Hauttypen V und VI kommen am häufigsten bei Bewohnern Arabiens, Nordafrikas, Indiens sowie bei dunklen Asiaten sowie Ureinwohnern Zentralafrikas und Australiens vor. 

Hauttyp 1: Keltisch

Dieser Hauttyp ist extrem empfindlich und hat eine sehr helle Haut sowie helle Augen (blau, grün, hellgrau) und helles Haar (hellblond, rötlich). Außerdem haben Menschen des Hauttyp I häufig Sommersprossen. Es ist für sie nichts Seltenes, einen Sonnenbrand zu bekommen, ihre Haut bräunt quasi nie. Die Eigenschutzzeit in der Sonne beträgt bei diesem Hauttyp nur ca. 10 Minuten. Es sollte deshalb ein Lichtschutzfaktor (LSF) ab 25 aufwärts verwendet werden. 

Hauttyp II: Nordisch

Nordische Hauttypen haben helle, empfindliche Haut sowie blaue, graue, grüne Augen. Die Haarfarbe liegt meist zwischen blond und hellbraun. Auch Sommersprossen kommen vor. Eine Bräunung der Haut ist schwierig, sie erfolgt wenn dann nur langsam. Umso häufiger kommt es auch hier zum Sonnenbrand. Die Eigenschutzzeit in der Sonne liegt bei 20 Minuten. Dementsprechend sollte ein Lichtschutzfaktor zwischen 20 und 25 verwendet werden.

Hauttyp III: Mischtyp

Bei diesem Hauttypen zeigt sich eine helle bis hellbraune Haut. Die Augen sind meistens grau oder braun gefärbt, die Haare dunkelblond bis braun. Sommersprossen kommen sehr selten vor. Und auch die Sonnenbrandgefahr ist wesentlich geringer, eine Verbrennung kommt nur manchmal vor. Eine Bräunung kommt vor, geschieht aber langsam und nach und nach. Die Eigenschutzzeit: 30 Minuten. Empfohlener LSF: 15 bis 20. 

Hauttyp IV: Mediterran

Der vierte Hauttyp zeichnet sich durch hellbraune bis olivfarbene Haut aus und hat meist grüne, braune oder dunkelbraune Augen. Mögliche Haarfarben: braun oder schwarz. In der Sonne werden diese Personen schnell braun (bis mittelbraun), die Sonnenbrandgefahr ist gering. Deshalb beträgt die Eigenschutzzeit hier auch mindestens 30 Minuten – wenn nicht sogar mehr. Es sollte ein LSF von mindestens 15 gewählt werden.

Hauttyp V: Dunkel

Dieser Hauttyp ist wesentlich dunkler als die vorigen Typen. Er hat zumeist hellbraune bis dunkelbraune Haut, dunkelbraune Augen und dunkelbraunes bis schwarzes Haar. Personen des Hauttyp V bekommen kaum bis nie einen Sonnenbrand und erhalten bei Sonneneinstrahlung zügig eine dunkelbraune Bräunung. Sie können in der Regel länger als 90 Minuten der Sonne verbleiben, solange sie einen LSF von mindestens 10 verwenden. Zu diesem Hauttyp zählen etwa die Bewohner Arabiens, Nordafrikas, Indiens oder auch dunkle Asiaten.

Hauttyp VI: Schwarz

Der Hauttyp VI betrifft zum Beispiel Ureinwohner Zentralafrikas und Australiens. Charakteristisch sind dunkelbraune bis schwarze haut, dunkelbraune Augen und schwarze Haare. Sie bekommen so gut wie niemals einen Sonnenbrand und können nur bei extremer Sonneneinstrahlung noch brauner werden. Diese Personen können länger als 90 Minuten in der Sonne bleiben – mit LSF 6.

Hinweis: Dermatologen befragen

Wer sich nicht sicher ist, zu welchem Typen er gehört, der sollte seinen Hauttypen in jedem Fall durch einen Dermatologen bestimmen lassen. Der Experte schaut sich die Beschaffenheit der Haut genau an und kann geeignete Pflegeprodukte und Inhaltsstoffe empfehlen. So geht Ihr auf Nummer sicher und könnt durch die richtigen Produkte das Beste aus Eurer Haut herausholen.

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